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​​​​​​​Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Die Firma Wielitsch in Walddorf bei Klagenfurt ist seit über 44 Jahren im klassischen SHK-Fachgroßhandel tätig. In ihrem Schauraum zeigen sie die aktuellen Trends zum Thema Bad und Wellness. Auf 500 m² Ausstellungsfläche findet der Besucher viel Inspiration für's neue Badezimmer, egal ob Neubau oder Renovierung. Im Gespräch mit Barbara und Michael Wielitsch werfen wir einen Blick auf die grundsätzlichen Fragen der Badplanung.

Barbara und Michael Wielitsch
Geschäftsführer

„Wir führen seit über 25 Jahren das Unternehmen. Als mittelständischer Fachgroßhandel bieten wir den Installateuren in der Region Kärnten besten Service und effiziente Unterstützung in ihrem Arbeitsalltag. In unserem neugestalteten Schauraum können sich Besucher ausgewählte Bäder renommierter Anbieter ansehen und sich vor Ort in Sachen individuelle Badträume inspirieren lassen."

Barbara und Michael Wielitsch
Geschäftsführer

HSH: Wann beginnt man optimalerweise mit der Planung eines Badezimmers?

Barbara + Michael Wielitsch:  Die Frage nach dem besten Zeitpunkt können wir ganz eindeutig beantworten, nämlich gleich in der ersten Planungsphase des Hauses, also lange bevor die ersten Mauern aufgestellt werden. Aus unserer Erfahrung wird der Planung des Bades leider oft zu spät Augenmerk geschenkt. Im schlimmsten Fall sind bereits die Rohre und Anschlüsse verlegt, bevor sich die Bauherren Gedanken über die Nutzung und Einrichtung der Badezimmer machen. Dann kann es natürlich vorkommen, dass es Einschränkungen bei der Realisierung der späteren Wünsche gibt. Das gilt für Umbauarbeiten natürlich ebenso.

Sollte ein Badplaner den Kunden möglichst viele Gestaltungsmöglichkeiten zeigen?

Wenn man es ganz klar sagen will, ist das absolut falsch. Wir stellen immer wieder fest, dass die Menschen beim Bauen ohnehin mit den vielen Entscheidungen überfordert sind. Den Bauherren die Wahl leicht machen, das ist es, was einen wirklich guten Badplaner ausmacht.

Dazu gehört natürlich eine eingehende Beschäftigung mit den Kundenwünschen. Ein Gespräch von ein bis zwei Stunden ist der Ausgangspunkt, um die notwendigen Grundlagen und Erfordernisse dafür zu erfassen. In vielen Fällen entsteht bei uns schon während dieses Gespräches ein Bild im Kopf, welche Lösungen für den jeweiligen Menschen die richtigen sein könnten.

Der Planungsprozess findet also nicht am Bildschirm statt, obwohl der größte Teil der Unterlagen EDV-gestützt erstellt wird?

Nein, nein, das ist eine Arbeit für den Kopf, für die man ein räumliches Vorstellungsvermögen, exzellente Produktkenntnisse und ein gutes Gespür für Farb-, Stil- und Materialmix besitzen muss. Am Computer wird dieses Bild dann so umgesetzt, dass sich die Bauherren eine Vorstellung machen können und das neue Bad „erlebbar“ wird – der Computer ist sozusagen Kommunikationsmedium. Eine tolle Möglichkeit beim Planen via EDV ist die Endabstimmung, also z. B. die endgültige Wannenform festlegen oder die Farbwahl treffen. Hier sollen die Kunden selbstverständlich wählen können, jedoch zwischen den besten zwei oder drei Varianten und nicht zwischen hundert weiteren Möglichkeiten.

Sind Design und Funktion ein Widerspruch?

Ja und Nein. Grundsätzlich sollte schon der Grundsatz „Form folgt der Funktion“ gelten. ABER: Nicht alles, was in Hochglanzmagazinen zu sehen ist, stellt sich bei der Benutzung als praktisch heraus. Wir bitten in diesem Fall die Menschen, die wir beraten und die teilweise mit solchen Wünschen von außen kommen, selbst die Gewichtung zu treffen. Ganz falsch wäre natürlich der Umkehrschluss: dass was praktisch ist, nicht schick sein kann. Ganz im Gegenteil – wir können das jedem beweisen, der zu uns kommt.

Braucht ein Badezimmer, das mit einem kleineren Grundriss auskommen muss, auch einen Planer? Oder liegt hier ohnehin alles auf der Hand?

Ganz und gar nicht, das ist sogar die anspruchsvollste Aufgabe. Man kann das gut bei Hotels beobachten, die in der Regel ja auch mit einem beschränkten Platzangebot auskommen müssen. Wir achten natürlich bei unseren Reisen immer speziell darauf, vielleicht eine Berufskrankheit ;-). Mit dem richtigen Licht, der passenden sanitären Einrichtung und den richtigen Möbeln kann auch auf engem Raum eine tolle Atmosphäre geschaffen werden.

Was unterscheidet den Badplaner von einem „normalen“ Einrichtungsberater?

Die technische Komponente. Einen Schrank kann man umstellen, wenn sich herausstellt, dass er auf dem falschen Platz positioniert wurde. Notfalls kann man sogar mit Hobel und Säge etwas nachhelfen. Im Bad geht das nicht so einfach, da müssen dann gleich Wände aufgestemmt und Leitungen verlegt werden, auf jeden Fall entstehen wesentlich mehr Kosten. Daher muss alles im Vorfeld gut durchdacht werden.

Wer sorgt für die fachgerechte Durchführung?

Für den Einbau der Markenprodukte, die sich durch absolute Top-Qualität auszeichnen, sorgt der Installateur. Nur dann hat der Kunde den vollen Anspruch auf Garantie und Gewährleistung – denn die Freude am neuen Bad soll schließlich lange währen.

Ein letzter Tipp?

 Auf Qualität achten, das zahlt sich immer aus.

Vielen Dank fürs Gespräch und den Einblick in die Praxis.

Wielitsch KG
Walddorf 5
9020 Klagenfurt
T 0463 41400
F 0463 41400 30
office.wielitsch@gc-gruppe.at
www.wielitsch-haustechnik.at

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