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Winkler Solar

Hocheffiziente Solarkollektoren nach Maß, Großflächenkollektoren, Solarfassaden, innovativer Modulkollektor

Der Formel-1-Kollektor aus Vorarlberg

Das „Ländle" ist ein Ländle der Tüftler und Erfinder. Weltweit führende Unternehmen aus dem westlichsten Bundesland Österreichs sind der Beweis dafür, einige kennt man: Liebherr, Blum oder Zumtobel zum Beispiel. Heute treffen wir einen Unternehmer, der sich eine Nische mit hocheffizienten und individuell produzierten Solarthermie-Kollektoren erobert hat. Martin Winkler produziert mit seiner Firma Winkler Solar Großflächen- und Fassadenkollektoren, die die höchste gemessene und dokumentierte Energie-Effizienz besitzen.

Ing. Martin Winkler
Geschäftsführung

- HTL Maschinenbau in Bregenz 1984-1989
- Div. Stellen in der Schweiz und Liechtenstein bis 1991/92
- Einstieg in den väterlichen Betrieb (Spenglerei) und Beginn der Kollektorfertigung. Zuerst Modulkollektoren, kurz darauf Großfläche
- 1999/2000 Bau und Einzug in die Neue Produktionshalle in Feldkirch. Erste rein solar beheizte Halle in Österreich (Österr. Solarpreis 2001)
- 2008 Einzug in das heutige Firmengebäude

Ing. Martin Winkler
Geschäftsführung

HSH: Sehr geehrter Herr Winkler, gibt es ein Erfolgsgeheimnis?

Martin Winkler: Natürlich, wir optimieren unsere Kollektoren und deren Produktion seit 25 Jahren in Sachen Effizienz und Individualität. Uns nie mit dem Üblichen zufrieden zu geben ist unser Erfolgsgeheimnis, oder wie wir gerne sagen: Qualität kommt nicht von ungefähr.

Sie stellen individuelle, gewissermaßen maßgeschneiderte Kollektoren her, wie kam es dazu?​​​​​​​

Ich finde, es geht neben der Funktion auch um die Ästhetik – und so hat jedes Haus, jedes Dach, jede Fassade und jeder Benutzer auch eine wirklich passende Solaranlage verdient. Besonders im Bereich der Sanierung müssen wir darauf achten und dürfen kein optisches Flickwerk produzieren. Bei uns gibt es Kollektoren bis über 20 Quadratmeter mit beliebigen Maßen, auch Schrägen oder Dreiecke sind möglich. Nebenbei entstehen durch die kompakte Bauform auch weniger Verluste durch die Reduktion der Außenflächen und ist schneller montiert und angeschlossen.

Das sind vor allem Solaranlagen für die Raumwärme?

Moderne Häuser dürfen keinen hohen Energiebedarf mehr aufweisen, und mit Solarwärme kann der Löwenanteil der Energie für die Heizung erzeugt werden. Nicht nur im Wohnbau, auch in der Industrie und im Gewerbe. Wir selber heizen unsere alte Halle ausschließlich mit Solarenergie, die dank der sogenannten Bauteilaktivierung verteilt und gespeichert wird. In der neuen Produktionshalle haben wir eine Hackgutheizung integriert, die rein mit den Abschnitten aus der Kollektorproduktion betrieben wird, also auch hier ein geschlossener Kreislauf.

Die Kollektoren sind in die Fassade integriert, das sieht sehr schön und modern aus. Hat es auch technische Gründe?​​​​​​​

Das kommt dem größten Heizbedarf im Winter entgegen. Dann strahlt die Sonne sehr flach und die senkrecht angebrachten Kollektoren können ein Maximum an Energie aufnehmen. Zudem bleiben sie so frei von Schnee und Schmutz und können jeden Sonnenstrahl nutzen.

Was versteht man unter Bauteilaktivierung?

Hier werden ähnlich einer Fußbodenheizung Rohre im Beton eingegossen. Die gesamte Masse dient so als Wärmespeicher. Das ist die eine Möglichkeit, größere oder mehrere Wasserspeicher zu verwenden ist eine weitere. Beide Lösungen sind praxiserprobt und technisch ausgereift. Wir arbeiten schon sehr lange mit Pionieren des solaren Bauens wie Josef Jenni aus der Schweiz oder Xaver Peter aus Vorarlberg zusammen.

Das ist auch eine „sportliche Herausforderung", deren Ansprüchen zu genügen?

Ja sicher hält uns das in Schwung und bringt ständig Impulse für Verbesserungen. Den Härtetest hatten wir allerdings in Zusammenarbeit mit einem Dachziegel- und Dachfensterhersteller. Dieser hat unsere Kollektoren im Windkanal darauf geprüft, ob sie dicht sind, was letztlich das Hauptkriterium für eine lange Lebensdauer darstellt. Damals haben wir noch einige Details verbessern können (Anmerkung: Daher rührt auch der Titel dieses Artikel, denn nicht nur Rennautos werden in den Windkanal gestellt).

Auch die Verwendung von Kupfer als Material für die Solarabsorber macht die hohen Erträge aus. Das ist ein weiteres Erfolgskriterium?

Ja, Kupfer ist einfach ein toller Wärmeleiter und gut zu verarbeiten. Für die Verbindung der Absorber-Bleche, die die Sonnenstrahlung einfangen und der Leitungen für das Abführen der Wärme habe ich ein eigenes Verfahren entwickelt, das die beiden Komponenten praktisch formschlüssig verbindet. Ich nenne das spaßhalber meine Doktorarbeit, denn es war viel Entwicklungsanpassung und Hirnschmalz nötig, um die Anlage auf den heutigen Stand zu bringen.

Wie wird sich Ihrer Meinung die solare Wärmegewinnung in Zukunft entwickeln?​​​​​​​

Sie ist und bleibt eine tragende Säule der Energiewende und wird deshalb einen wesentlichen Platz bei Ein- und Mehrfamilienhäusern, Großanlagen im Wärmeverbund, Anlagen für Industrie und Gewerbe einnehmen.

So soll es sein. Herzlichen Dank für das Gespräch.

Winkler Solar GmbH
6800 Feldkirch
Räterweg 17
T 05522 76139
www.winklersolar.com

 

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