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Der ewige Streit um die Raumtemperatur:

Gendering im Heizungskeller?

Die Heizung ist weiblich. Das unterschreiben wohl alle Deutschlehrer. Wir HSH-Installatöre aber sind da skeptisch. In der Praxis sind sehr viele Heizsysteme nämlich für den Wärmebedarf von Männern ausgelegt. Und die Herren haben ein ganz anderes Wärmeempfinden als Damen. Wir finden: Es ist Zeit für Veränderungen.

Ihm geht es gut. Er sitzt da im leichten Sweatshirt und knabbert an ein paar knusprigen Kartoffelchips. Die nackten Füße liegen auf dem Wohnzimmertisch und im TV läuft „The Walking Dead“. Sie fröstelt. Doch nicht wegen des Zombiegewackels auf dem Bildschirm. Im dicken Pulli und mit einer Wärmeflasche bewaffnet kauert sie neben ihm. Eingewickelt in ihre Lieblingsfernsehdecke. Mit der warmen Teetasse in der Hand. Für sie könnte es locker drei bis vier Grad wärmer sein. Ist es aber nicht. Weil die Heizung in diesem Haushalt männlich ist. Ausgelegt und energieeffizient optimiert für 20 Grad Celsius.

Warum Frauen schneller bibbern als Männer

Es stimmt nämlich tatsächlich: Frauen haben ein viel stärkeres Kälteempfinden als Männer. Und das hat mehrere Gründe. Zum Beispiel ist ihre Haut um ganze 15 Prozent dünner als die von Männern. Sie haben weniger wärmebildende Muskelmasse. Sehr zierlichen Frauen fehlt darüber hinaus auch noch die isolierende Fettschicht. Bei Kälte zieht der Körper dann auch noch die Wärme aus den Gliedmaßen ab, um sie zu den inneren Organen zu schicken, und schon haben wir die so typisch weiblichen eiskalten Hände und Füße erklärt. Ihnen ist „immer kalt“. Also nein: Frauen spielen uns nichts vor, wenn sie vor Kälte bibbern. Während sich die Herren bei ca. 21 Grad Celsius pudelwohl fühlen, liegt die Wohlfühltemperatur von Frauen bei ca. 24 Grad Celsius.

„Geh bitte, es ist eh so warm!“ sagen viele Herren der Schöpfung – und tun den Damen dabei mehr als unrecht.

Kalter Krieg zu Hause und im Büro

Wenn Männlein und Weiblein in denselben vier Wänden wohnen und/oder arbeiten, kann es temperaturtechnisch also schon mal heiß hergehen – oder zum kalten Krieg kommen. Da werden mit geschwellter Brust oder ganz klammheimlich Thermostate nach oben oder unten gedreht. Fenster werden je nach geschlechterspezifischer Befindlichkeit auf- und zugemacht. Wärmende oder kühlende Getränke werden getrunken. Kleidungsschichten werden an- und ausgezogen. Der Kampf der Geschlechter währt so lange, bis eine für alle akzeptable Raumtemperatur gefunden ist. Oder bis der bzw. die Stärkere gewinnt.

Effizientes Heizen sieht anders aus

Die Heizung im Keller kann sich mit diesem ewigen Hin und Her mehr schlecht als recht arrangieren. Tatsächlich verhält es sich so, dass sehr viele Heizanlagen (insbesondere in Bürogebäuden) für männliche Wohlfühltemperaturen energieeffizient ausgelegt werden. Die Richtwerte für die effiziente Auslegung von Heizungen orientieren sich nämlich weltweit noch viel zu oft an einem Modell aus den Sechzigerjahren. Dieses Modell basiert auf dem Stoffwechsel eines 40 Jahren alten und 70 Kilogramm schweren Mannes, was nicht wirklich zeitgemäß ist. Und das führt dazu, dass viele Heizanlagen Männer systematisch bevorzugen.

So viel zur Theorie. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Die dauerfröstelnden Damen drehen die Raumtemperatur natürlich um ein paar Grad nach oben. Die Heizung macht das in den meisten Fällen mit. Aber sie kann unter diesen Bedingungen nicht ihre volle Effizienz entfalten (sie wurde ja für eine niedrigere Temperatur optimiert). Und das kostet. Effizientes Heizen sieht also anders aus. An sehr kalten Tagen kann es mitunter sogar dazu kommen, dass die Heizungsanlage die gewünschte Raumtemperatur überhaupt nicht erreichen kann. Genau das wollen wir vermeiden.

Der Normheizwärmebedarf in österreichischen Energieausweisen wird mit einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius berechnet. Wir HSH-Installatöre wissen, dass dieser Wert bei den Allerwenigsten für ein behagliches Raumklima ausreicht.

Gleichberechtigung im Heizungskeller

Bei der Neuberechnung und -auslegung von Heizungsanlagen legen wir HSH-Installatöre deshalb immer zwei bis drei Grad drauf. Auch bei unserem Online-Heizungsplaner berücksichtigen wir die veränderten Bedürfnisse und den höheren Wärmebedarf unserer Kundinnen. Damit ihre neue Heizanlage den praktischen Ansprüchen gerecht wird und energieeffiziente, behagliche Wärme in ihre vier Wände bringt. So kommt auf technischem Wege dann die Gleichberechtigung auch im Heizungskeller an. Und alle sind glücklich.

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