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ÖkoFEN

Pelletsheizungen, Brennwerttechnik, Sonnen-Pelletsheizung

ÖkoFEN

Pelletsheizungen, Brennwerttechnik, Sonnen-Pelletsheizung

Der Pelletskessel Pellematic Condens vereint die fast 20-jährige Erfahrung bei der Entwicklung und Herstellung von Pelletsheizungen mit der neuesten Technik. So entstand eine Pelletsheizung, die neben der bewährten ÖkoFEN Verbrennungstechnik über die neue und zukunftsweisende Condens Brennwerttechnik verfügt.

ÖkoFEN – bekannt als der Spezialist für Pelletsheizungen – wurde im Rahmen zweier Preisverleihungen in Anerkennung herausragender Verdienste um die Elektromobilität und die stromerzeugende Pelletsheizung der oberösterreichische Regionalitätspreis und der Österreichische Solarpreis verliehen. „Wir sind sehr stolz über die Auszeichnungen und sehen sie als Bestätigung unserer Bemühungen die Wärmewende mit innovativen Produkten und Projekten voranzutreiben. Zugleich sind diese Preise Motivation für uns und unsere Mitarbeiter durch fortwährende Forschung und Entwicklung neue Wege zu gehen, die uns bei der Energiewende weiterbringen“, so Geschäftsführer Stefan Ortner.

Oberösterreichischer Regionalitätspreis

Regionalität hat Zukunft. Unter diesem Motto hat die Bezirksrundschau am 13. September dem Pelletsspezialisten in der Kategorie „Mobilität und erneuerbare Energien“ den oberösterreichischen Regionalitätspreis verliehen. Die Delegation von ÖkoFEN nahm die Urkunde sowie den Preis im Rittersaal des Schlosses Steyregg entgegen. ÖkoFEN hat die Auszeichnung aufgrund der Bemühungen im Bereich Elektromobilität erhalten. Konkret wurde das Clean Mobility Program des Unternehmens gewürdigt. Dabei wurden auf einen Schlag 25 Prozent der Belegschaft mit einem Elektroauto ausgestattet. Neben der Anschaffung der E-Autos wurde zur Erleichterung des Umstiegs die Ladeinfrastruktur von acht auf 26 Stromtankstellen an den Standorten Niederkappel und Lembach erweitert. Darüber hinaus wurde auch an die Stromerzeugung gedacht. An den beiden Firmensitzen sind mehrere stromerzeugende Pelletsheizungen in Betrieb und zusätzlich wurden die PV-Flächen erweitert und Batteriespeicher installiert. „Mit diesem Gesamtsystem kann der Großteil des benötigten Stroms für die Elektromobilität, auch wenn die Sonne nicht scheint, von uns selbst erzeugt werden. Das besondere Extra für die MitarbeiterInnen: Sie können ihre Autos während der Arbeitszeit kostenlos mit erneuerbarem und selbst erzeugtem Strom aufladen.“, erklärt Stefan Ortner weiter.

Österreichischer Solarpreis

Darüber hinaus wurde das Mühlviertler Unternehmen am 29. September mit dem österreichischen Solarpreis ausgezeichnet. In der Kategorie „Besonderes persönliches Engagement“ hat EUROSOLAR AUSTRIA sich einstimmig für ÖkoFEN entschieden und die begehrte Trophäe im Bregenzer Festspielhaus überreicht. Der Solarpreis wird an Institutionen in allen Bereichen verliehen, um besonders nachhaltige Energieprojekte, welche die Sonnenenergie maßgeblich einbeziehen, auszuzeichnen. ÖkoFEN hat die Auszeichnung in Anerkennung herausragender Verdienste um die Lösung für Energiefreiheit im Eigenheim „myEnergy365“ erhalten. Dieses innovative System bietet eine clevere Kombination eines Pelletskessels mit integriertem Stirlingmotor, einer PV-Anlage und einem Batteriespeicher. Neben dem Wärmebedarf kann damit eine ganzjährige Versorgung mit selbst produziertem und erneuerbarem Strom gewährleistet werden. Das Gesamtsystem ist einzigartig. Es gibt weltweit keine andere Lösung, die auf 100% erneuerbarer Basis ein Haus zu jedem Zeitpunkt im Jahr mit selbst erzeugter Energie (Strom und Wärme) versorgt.

​​​​​​​Die „heiligen Hallen“ der Pelletsheizung

Bei der Anreise zum Stammhaus des Pelletsheizungs-Spezialisten ÖkoFEN fährt man durch das wunderschöne hügelige Mühlviertel. Kaum zu glauben, dass sich hier neben Bauernhöfen, Wiesen und Feldern ein Industriebetrieb befindet. Dort angekommen treffen wir den Firmengründer Herbert Ortner. Seine Präsenz ist im Raum spürbar. So sehen Pioniere aus.

Ing. Herbert Ortner
Firmengründer und Geschäftsführer

„Vor 17 Jahren brachte der kleine Mühlviertler Heizungshersteller ÖkoFEN die erste moderne Pelletsheizung auf den Markt. Herbert Ortner, Gründer und Geschäftsführer von Europas Spezialist für Pelletsheizungen erzählt im Interview die Hintergründe der Firmengeschichte und wie es dazu kam, dass sich aus einer kleinen Schlosserei in einem umgebauten Kuhstall einer der weltweit führenden Hersteller von Pelletsheizungen entwickelte."

Ing. Herbert Ortner
Firmengründer und Geschäftsführer

HSH: Herr Ortner, in der Regel wandern metallverarbeitende Betriebe ins nahe gelegene Linz ab. Warum sind Sie in Niederkappel geblieben?

Herbert Ortner: Weil mir die Entwicklung der Region wichtig und die Heimat teuer ist. Mir ging es darum, die Arbeit zu den Menschen zu bringen und damit die lokale Wirtschaftskraft zu stärken. Wir haben uns sehr bemüht, unsere Werksgebäude in die Land-schaft zu integrieren. So sind die kuppelförmigen Dächer der Hallen entstanden, die an unsere Hügellandschaft erinnern – und natürlich haben wir beim Baumaterial vor allem auf Holz gesetzt.

Natur und Landschaft waren auch Inspiration für die Entwicklung eines umweltfreundlichen Heizsystems?

Das war eindeutig so. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich in den Achziger Jahren – der Zeit nach dem Ölpreisschock – ins Land hinausgeschaut habe und es nicht fassen konnte, dass wir Milliarden für Heizöl ausgeben. Dabei haben wir den CO2-neutralen Brennstoff Holz direkt vor der Haustüre. Das war die Geburtsstunde meiner Passion für Biomasseheizungen, anfangs noch Hackschnitzelsysteme. Es zeigte sich aber sehr bald, dass der Brennstoff Hackschnitzel eigentlich nur für den bäuerlichen Bereich bzw. für größere Anlagen gut geeignet ist. Daher suchte ich nach einer Lösung für das Einfamilienhaus. Holzpellets waren da wesentlich besser geeignet, weil es sich um einen rieselfähigen genormten Brennstoff handelt, der noch dazu eine viel höhere Energiedichte als Hackschnitzel hat.

Damals hat praktisch noch niemand etwas von Holzpellets gewusst?

Nein, Holzpellets waren in Österreich noch völlig unbekannt. Die erste Lieferung musste ich unter großen Umständen aus Schweden importieren. Das war wirklich eine aufregende Zeit. 1997, als wir auf der Energiesparmesse in Wels die erste Pelletsheizung ausstellten, fragten mich die Leute: „Was willst denn mit dem Ferkelstarter?“, weil Pellets bis dahin nur aus der Tierfütterung bekannt waren. Aber das alles hat sich dann relativ schnell entwickelt, vor allem weil immer mehr Menschen erkannt haben, dass Heizen mit Holzpellets eine echte Alternative zum Heizen mit Öl ist und daher immer mehr Pelletsheizungen eingebaut wurden.

Man kann sich die Anfänge des Unternehmens quasi als Garagenfirma vorstellen?

So ähnlich (lacht). Denn begonnen haben wir im Kuhstall meiner Schwiegereltern. Am Beginn waren wir ein kleines Team – meine Frau, zwei Mitarbeiter, die beide immer noch bei uns arbeiten, und ich. Ich war Verkäufer, Monteur, Kundendiensttechniker und Geschäftsführer in einer Person. Viele haben gespottet: „Jetzt spinnt er, der Ortner. Geht in den Kuhstall und schweißt Heizungen zusammen.“ Langsam, aber Schritt für Schritt, ist unser Unternehmen gewachsen. Heute verfügen wir über eine moderne Produktion und beschäftigen weltweit rund 400 Mitarbeiter.

Wie haben sich die Anforderungen der Kunden in den letzten 20 Jahren geändert?

Zu Beginn waren es vor allem die Pioniere die eine Pelletsheizung eingebaut haben, obwohl der Brennstoff damals um etwa 20 Prozent teurer war als Heizöl. Zusätzlich waren die Investitionskosten deutlich höher als bei einer Ölheizung. Diese ersten Kunden waren begeistert und auch bereit noch die eine oder andere Kinderkrankheit in Kauf zu nehmen. Mit Hilfe dieser Kunden haben wir die Pelletsheizung ständig weiterentwickelt. So war es möglich ein Hightech-Produkt zu entwickeln, das die heutigen Anforderungen an ein modernes Heizsystem voll erfüllt.

Dieser Entwicklungsschub hat einen hohen finanziellen Einsatz und sicher viel unternehmerischen Mut bedeutet?

Wir investieren 5 bis 10 % unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Das ist eine Frage der Philosophie der Eigentümer. Will ich Gewinne abschöpfen oder anderweitig investieren und mir ein schönes Leben machen? Oder lasse ich die erwirtschafteten Erträge im Unternehmen und investiere sie in eine zukunftsfähige Entwicklung? In unserem Fall nehmen wir dieses Geld und treiben die Sache voran und schauen, dass wir technologisch vorne sind. Was uns in der Vergangenheit sehr gut gelungen ist, denn viele Weiterentwicklungen der Pelletsheiztechnik kommen aus unseren Ideenschmieden. Natürlich gelingt nicht alles und der Erfolg fällt nicht vom Himmel. Da gehören auch schlaflose Nächte dazu.

Die Entwicklung findet bei ÖkoFEN im Haus statt? Oder gibt es beauftragte Institutionen?

Wir haben tolle Leute mit sehr viel Wissen und Erfahrung, der Großteil der Weiterentwicklungen ist ihnen zu verdanken. Daher stammt auch unser Firmennname, voll ausgeschrieben ÖkoFEN Forschungs- und EntwicklungsgesmbH. Für spezielle Fragen konsultieren wir logischerweise Fachleute wie z. B. Metallurgen, die sich mit der Hitzebeständigkeit der Werkstoffe beschäftigen.

Ein paar Worte zum Status Quo der Pelletsheizungen von ÖkoFEN?

Unsere Pelletsheizungen gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Leistungsklassen von 4 kW für das Passivhaus bis zu 224 kW für gewerbliche Objekte. Es steht eine große Vielfalt an unterschiedlichen Lagerlösungen zur Verfügung. Wir bieten die Kessel auch mit „Brennwerttechnik“ an, wodurch höchste Wirkungsgrade erreicht werden. Die Möglichkeit einer Fernüberwachung mittels Smartphone ist heute genauso Realität wie die äußerst nutzerfreundliche Bedienung mittels Touchscreen.

Wie sehen Sie die Zukunft der Pelletsheizung, was erwartet den Kunden von morgen?

Meiner Meinung nach wird die Brennwerttechnik im Bereich der Pelletsheizung in den nächsten Jahren zum Standard werden. Wir haben schon 2004 mit der Markteinführung der ersten Pelletsheizung mit Brennwerttechnik einen zukunftsweisenden Schritt in diese Richtung gemacht. 2010 präsentierten wir die Sonnen-Pelletsheizung speziell für den Neubau, bei der wir das Brennwertmodul serienmäßig einbauen, das heißt ohne Aufpreis. Mittel- bis langfristig wird eine Heizung nicht nur Wärme sondern auch Strom erzeugen. Wir beginnen gerade mit einem Feldtest von Pelletsheizungen mit integriertem Stirlingmotor zur Stromerzeugung. Ich bin überzeugt davon, dass in absehbarer Zeit ein Heizkessel zur reinen Wärmerzeugung der Vergangenheit angehören wird. Im Zuge der Entwicklung der Elektromobilität wird die stromproduzierende Heizung von entscheidender Bedeutung sein.

Ehrenfrage zum Schluss. Wie schaut es mit der eigenen Energieversorgung aus?

Unsere Gebäude werden über eine Pellets-Heizzentrale versorgt. Ein Containersystem, das wir auch zum Verkauf anbieten und das fix und fertig angeliefert wird. Diese Anlage vor unserem Haus dient auch als Demonstrationsobjekt für interessierte Kunden. Der jährliche Pelletsbedarf für die Hauptgebäude beträgt durchschnittlich 85 Tonnen pro Jahr und somit werden gut 40.000 Liter Heizöl ersetzt. Die Sonnenenergie nutzen wir direkt durch eine Solarthermie-Fassadenanlage auf dem Bürogebäude und durch eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp Leistung. Dazu kommen noch ein kleines Wasserkraftwerk, die ersten Elektrofahrzeuge und Versuche mit Windenergie. Den restlichen Strom beziehen wir über die Ökostrom AG.

Saubere Sache. Vielen Dank für das Gespräch.

Energiedaten Firmenstandorte ÖkoFEN

Heizwärmebedarf Niederkappel: ca. 350.000 kWh pro Jahr
Pelletsverbrauch Niederkappel: ca. 80 Tonnen Pellets
Thermische Solaranlage Niederkappel: 10 m² Kollektorfläche
Jahresertrag Solarthermie: 5.022 kWh
Photovoltaikanlage Lembach: 9.000 kWh
Jahresertrag Wasserkraftwerk Lembach: 70.000 kWh

ÖkoFEN Forschungs- und Entwicklungs Ges.m.b.H.
Gewerbepark 1
4133 Niederkappel
T 07286 7450
oekofen@pelletsheizung.at
www.pelletsheizung.at

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