Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und gibt diese auf einem höheren Temperaturniveau wieder ab, so dass sie zur Wohnungsbeheizung und Warmwasserbereitung genutzt werden kann. Die im Erdreich gespeicherte Sonnenenergie kann entweder über horizontal verlegte Erdkollektoren oder über senkrechte Erdsonden nutzbar gemacht werden. Von der Wärme, die eine Erdreich- oder Grundwasser-Wärmepumpe zum Heizen abgibt, stammen rund drei Viertel aus der Umwelt. Das restliche Viertel wird als elektrischer Strom für den Antrieb der Wärmepumpe zugeführt und im Verdichter in Wärme umgewandelt. Zudem benötigt sie kaum Platz, braucht keinen Kamin, keinen Lagerraum für Energiematerial und arbeitet beinahe geräuschlos und wartungsfrei.
Die Arbeitsweise einer Wärmepumpe entspricht prinzipiell der eines Kühlschrankes – allerdings mit dem Ziel "Heizen" statt "Kühlen": In einem geschlossenen Kreislauf innerhalb der Wärmepumpe befindet sich eine Flüssigkeit. Zunächst liegt die Temperatur dieses Kältemittels unter der Temperatur der Wärmequelle. Deshalb kann das Kältemittel Wärme aufnehmen, dabei verdampft es. Ein nachgeschalteter Kompressor erhöht den Druck des verdampften Kältemittels, dabei steigt die Temperatur. Jetzt kann Wärme an die Heizung abgegeben werden. Der Kältemitteldampf kühlt sich dabei ab und wird wieder flüssig. Danach wird der hohe Druck wieder abgebaut, das Kältemittel kühlt weiter ab und kann erneut Wärme aus der Umwelt aufnehmen. Der Kreislauf beginnt von vorn.
Für die Nutzung der Umgebungswärme stehen die Wärmequellen Erdreich (C1 = Sonde, C2 = Kollektor), Grundwasser (B) und Umgebungsluft (A) zur Verfügung.
Wärmepumpen können auch zur Kühlung eines Gebäudes eingesetzt werden. Besonders bei der als „Natural Cooling“ bezeichneten Funktion ist die Wärmepumpe bis auf Regelung und Umwälzpumpen ausgeschaltet, eine besonders energiesparende und kostengünstige Methode der Gebäudekühlung.
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