Energiesparen beim elektrischen Strom
Stromverbrauch im Haushalt
Der Stromverbrauch in österreichischen Haushalten ist von 1990 bis 2003 in Summe um +40% angestiegen. Werden keine Einsparpotentiale berücksichtigt so ist bis 2020 ein weiterer Anstieg um über 10 % prognostiziert – Höchste Zeit zum Sparen!
Energielabel
Die EU hat mittlerweilen Richtlinien zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs (fast) aller Haushaltsgeräte erlassen. Durch das Energielabel, mit einfach erkennbarer farblicher Effizienzklassenkennzeichnung, wird jeder Konsument in die Lage versetzt, den Energieverbrauch und andere Leistungsmerkmale verschiedener Modelle miteinander vergleichen zu können. KundInnen sollen dazu motiviert werden, Geräte mit geringem Energie- (bzw. Wasserverbrauch) auszuwählen. Das Label reicht von rot gekenntzeichneten Energiefressern (G-Geräte) bis zu energiesparenden grünen A-Geräten bzw. über A+ bis zu A++ Geräten. Achten Sie bei der Neuanschaffung darauf, dass Sie möglichst energiesparende Geräte (am besten A++) anschaffen. Produktvergleiche finden Sie auf
www.topprodukte.at Sparsame Beleuchtung
Das Aus für die Glühbirne ist in der „EcoDesign“Richtlinie fixiert. Nachdem Glühlampen nur einen verschwindend kleinen Teil des Stroms in Licht-Energie umwandeln, der Großteil allerdings in Wärme umgewandelt wird, sind Glühbirnen in Effizienzklasse G oder F des Energielabels, d.h. ineffiziente Stromfresser. Durch das Glühbirnenverbot und in Folge durch den Einsatz effizienter Leuchtmittel, soll der Energieverbrauch für die Beleuchtung deutlich reduziert werden. Mittlerweilen bieten die Hersteller eine Reihe von energiesparenden Leuchtmitteln man. Unterschiedlich sind: Design, Lebensdauer, Farbwiedergabeindex, Farbtemperatur, etc.. Wichtig: Energiesparlampe ist nicht gleich Energiesparlampe - Ein Vergleich lohnt sich! Den größten Spareffekt erzielen Sie wenn Sie die Beleuchtung dann und nur dort „brennen“ lassen, wo sie wirklich gebraucht wird. Sinnlose „Festbeleuchtung“ ist zu vermeiden!
Kühl- und Gefriergeräte
Der Effizienzgewinn bei Kühl- und Gefriergeräten seit 1990 beträgt minus 60% (Quelle: Austria Energy Agency). Diese Einsparungen sind auf technologische Verbesserungen beim Kompressor, auf verbesserte Dämmung, optimierte Ventilatoren und Verdampfer, zurückzuführen. Sparen können Sie, wenn Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank geben. Besser vorher abkühlen lassen und erst dann in den Kühlschrank. Eine Kühlschrank-Innentemperatur von 7°C ist meist ausreichend. Die Absenkung auf 5°C Innentemperatur erhöht den Energieverbrauch um ca 13%. Ebenso beeinflusst die Umgebungstemperatur des Kühlschranks die Leistungsaufnahme – deshalb Kühlschrank nicht neben einem Heizkörper, Geschirrspüler oder Herd aufstellen, am besten in einem ungeheizten Raum. Alte Geräte (ohne automatischer Abtauung) regelmäßig abtauen. Wandabstände einhalten, damit der Wärmetauscher richtig arbeiten kann. Achten Sie beim Kauf eines Geräts auf das Energielabel – Ziel A++
Geschirrspüler
Neue effiziente Geschirrspüler benötigen um -36% weniger Strom als 1990, gleichzeitig hat sich der Wasserverbrauch halbiert. Der Geschirrspüler ist im Vergleich zur Handwäsche die sparsamere Methode Geschirr zu reinigen. Ein separater Warmwasseranschluss für den Geschirrspüler macht dann Sinn, wenn das Warmwasser über eine thermische Solaranlage oder eine Biomasseheizung erwärmt wurde und wenn zwischen Boiler bzw. Speicher und Geschirrspüler kurze Leitungslängen vorhanden sind. 50°C-Programm spart Kosten und mit modernen Reinigungszusätzen sind Energiesparprogramme meist voll ausreichend. Zur Selbstreinigung sollte allerdings regelmäßig mit 60°C gespült werden. Achten Sie beim Kauf eines Geräts auf das Energielabel – Ziel A sowohl bei Reinigung, bei Trockenwirkung als auch bei Energieeffizienzklasse.
Herd und Backofen
Ein Gasherd benötigt um 40% weniger Primärenergie als ein Standard-Elektroherd, da beim Gasherd keine unnötigen Massen erhitzt werden müssen. Induktionsherde sind um 20 bis 30 % effizienter als Standardherde, sind aber auch wesentlich teurer bei der Anschaffung. Beim Kochen Deckel verwenden – spart mehr als 50% der Energie. Umluftbacköfen erlauben 10 bis 30°C niedrigere Temperaturen. Achten Sie beim Kauf eines Geräts auf das Energielabel – Der Vergleich lohnt sich!
Waschmaschine
Der Effizienzgewinn und das Einsparungspotential beim Wasserverbrauch seit 1990 liegt über 50%. Eine gute Schleuderwirkung spart beim Trocknen Energie und Zeit. Durch separaten Warmwasseranschluss kann, in Kombination mit einer Warmwassersolaranlage, die Aufheizenergie gespart werden und das durch die Sonne erwärmte Wasser wird optimal genutzt. Energieeffiziente „Misch- oder Sparprogramme“ helfen beim Stromsparen. Kochwäsche braucht bis zu zweimal soviel Strom wie die 60°C Wäsche. Für normal verschmutzte Wäsche reichen 30 und 40°C-Programme aus. Achten Sie beim Kauf eines Geräts auf das Energielabel – Ziel A++
Wäschetrocknung
Der Energieverbrauch beim Trockenen ist etwa dreimal so hoch wie beim Waschen! Neue Wärmepumpentrockner erreichen derzeit Klasse A. Hochtouriges Schleudern reduziert den Aufwand für die Trocknung: Vergleich bei 1000 Touren braucht man 3,6 kWh zum Trocknen; bei 1400 Touren benötigt man „nur mehr“ 3,0 kWh; Achten Sie beim Kauf eines Geräts auf das Energielabel – Ziel A
Unterhaltungselektronik
Der Energieverbrauch in Österreich fürs Fernsehen liegt bei 350 GWh. Je nach verwendeter Technologie (LCD, Plasma, etc. etc.) resultiert ein stark unterschiedlicher Energieverbrauch. Detaillierte Infos finden Sie auf
www.topprodukte.at Entscheidend ist nicht nur der Stromverbrauch während des Normalbetriebs, sondern auch der Verbrauch bei ECO-Betrieb und Standby. Zusätzlich zum Fernsehgerät verbraucht der Receiver Strom. Auch diese Geräte haben erheblich unterschiedlichen Stromverbrauch. Nur der detaillierte Vergleich gibt Aufschluss. Infos finden Sie unter
www.topprodukte.at IT-Geräte +Zubehör
Im Homeoffice Bereich findet man eine Vielzahl an Stromverbrauchern. Neben PCs, Bildschirmen, Druckern benötigen auch Modems und Router ständig Strom. Moderne Laptops brauchen im Betriebmodus nur einen Bruchteil von jener Strommenge die Standard-PCs samt Bildschirm benötigen (rund 2/3 effizienter). Zur Reduktion des Stromverbrauchs sollten die Energiesparoptionen (siehe Systemsteuerung) optimiert werden, d.h. automatische Standby Schaltung und auto-off Funktion, wenn für bestimmte Zeit keinerlei Tasten bedient wurden. Schaltbare Steckerleisten helfen unnötigen Standby-Verbrauch zu reduzieren. Welche Geräte, den geringsten Energieverbrauch haben, sehen Sie unter
www.topprodukte.at Raumklimageräte
Vor dem Kauf eines Raumklimagerätes sind unbedingt Alternativen zu überlegen. Kann durch Wahl eines geeigneten Beschattungssystems (Jalousien, Raffstore, Sonnensegel, etc.) die Erwärmung des Raums reduziert werden? Können innere Wärmequellen wie Glühlampen, diverse Stromfresser, die viel Wärme abgeben, aus dem Raum verbannt oder ersetzt werden? Kann durch Nachtlüften oder den Einsatz von Ventilatoren die Raumtemperatur im erträglichen Bereich gehalten werden? Erst, wenn alle anderen Maßnahmen umgesetzt sind und die Raumtemperatur trotzdem zu hoch ansteigt, sollte ein Klimagerät angeschafft werden. Raumklimageräte sind Stromräuber – hier unbedingt die energieeffizientesten, die am Markt erhältlich sind, einsetzen. Zu beachten ist auch mit welchem Kühlmittel die Geräte gefüllt sind. Es gibt Kühlmittel die zwar nicht ozonschädlich aber trotzdem treibhauswirksam sind. Lassen Sie sich vom Fachhandel eingehend beraten – es lohnt sich!
Photovoltaik-Anlagen
Nicht „nur“ Strom zu sparen und effizient zu nutzen, sondern selbst Strom zu produzieren ist der nächste entscheidende Schritt auf dem Weg aus der Energiefalle. Selbst Strom zu produzieren und damit eine der edelsten und hochwertigsten Energieformen für sich und andere zu liefern – das ist die Königsdisziplin! Ungenutzte Dach- und Fassadenflächen werden dank Photovoltaik zu Kraftwerken der Zukunft. Dein HSH-Installateur informiert Dich gerne!