Energiespargedanken – Neubau
Gebäudeplanung + Energiekonzept
Die Aufgabe von Architekten, Planern, Energieberatern und Baumeistern ist, leistbare Wohlfühl-Wohnräume zu kreieren! Bestes Wohnklima, Zweckmäßigkeit und Design sind wesentliche Faktoren. Deren Umsetzung bei akzeptablen Baukosten sowie niedrige Energie- und Folgekosten stehen im Vordergrund. Gebäudeplanung und Energiekonzept sind untrennbar miteinander verbunden und müssen harmonieren! Moderne Architektur mit viel Glas sind, laut aktuellen Umfragen, die bevorzugten Stil-Wünsche der Bauherren.
Energieberatung bereits in Planungsphase
Der zukünftige Energiebedarf und die Energieversorgung wirken sich langfristig aus und schlagen sich kostenmäßig nieder. Daher muss bereits in der Planungsphase, d.h. bevor der Einreichplan gezeichnet wird, eine Energieberatung stattfinden, damit mögliche Energieeinsparungen die Nutzung regenerativer Energien, etc. eingeplant und in Folge auch umgesetzt werden können. In vielen Bundesländern ist bzw. wird die Energieberatung vor dem Einreichen bereits gesetzlich vorgeschrieben und gefördert.
Standort + Infrastruktur
Durch die Wahl des Standorts beeinflussen Sie ihre zukünftigen Verkehrskosten. Wichtige Fragen, wie die tägliche Wegstrecke zur Arbeit, die Entfernung zu Kindergarten, Schule, Ortskern, die Nahversorgung an sich, müssen geprüft werden. Ist man täglich aufs eigene KFZ angewiesen, oder kommt man für die täglichen Dinge auch mit dem öffentlichen Verkehr zurecht?
Bauland – effizient nutzen!
Wichtig bei allen Bauplänen ist die optimale Nutzung der wertvollen Resource Bauland. Wenn gebaut wird, dann soll die verbaute Fläche optimal genutzt werden. Ein Keller verursacht zwar erhebliche Baukosten, die Wertsteigerung des Gebäudes und die verbesserte Flächennutzung sprechen aber eindeutig dafür. Wichtig ist eine gute Wärmedämmung der Kellerdecke, damit nur der Wohnbereich geheizt wird und der Energieverlust über den Keller gering bleibt. Durch den Bau eines Mehrfamilienhauses oder Reihenhauses kann sowohl begrenztes Bauland optimal genutzt und gleichzeitig der Wärmeverlust im Vergleich zur Errichtung mehrerer Einfamilienhäuser deutlich reduziert werden!
Gebäudeausrichtung - solare Gewinne
Entscheidend für das Wohlbefinden ist neben Wärme, der Faktor Licht. Natürliches Licht und der natürliche Tag- Nacht Rhythmus mit all seinen wichtigen Reizen für uns Menschen ist unverzichtbar. Durch eine exakte Südausrichtung des Gebäudes und große Glasflächen im Süden, kann bis zu 30% der Heizenergie passiv gewonnen bzw. eingespart werden – vorausgesetzt es gibt keine externe Beschattung durch Berge, Nachbargebäude, Bäume, etc.. Mittels thermischer Solar-Anlage oder Photovoltaik-Anlage kann die Sonnenenergie zusätzlich aktiv genutzt werden. Mit einer Photovoltaik-Anlage kann Strom für den Eigenbedarf und für die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz produziert werden. HSH unterstützt Dich auch bei der Realisierung einer PV-Anlage.
Gebäudebauart - Ökobilanz
Die Wahl der Gebäudebauart (Massiv-, Leichtbauweise, etc.) und der verwendeten Baustoffe beeinflusst neben der Lebensdauer, den Gestehungskosten, maßgeblich auch den Verbrauch an grauer Energie, d.h. jene Energie die für die Herstellung der Baustoffe, der Verpackung und für den Transport, etc. aufgewendet werden muss. Jeder Baustoff weist gute oder schlechte Ökobilanzwerte auf. Die Gesamt-Ökobilanz des Gebäudes wird auch bei der Energieausweisberechnung ermittelt – lass Dich von Deinem HSH-Energieberater informieren, wie Du Deinen ökologischen Fußabdruck verbessern kannst.
Wohlfühl-Faktor-Wärmespender
Die individuelle Wohlfühl-Temperatur ist verschieden. Jeder, ob Mann, Frau oder Kind, wer nass und ausgefroren nach Hause kommt, oder wer krank ist, oder wenn das Wetter auf die Stimmung drückt – dann hilft am besten Wohlfühl- Wärme von einem warmen Kachelofen, einer Wandheizung, etc.. Gleichmäßige Raumtemperatur von 21 oder 23 Grad ist dann zu wenig und man sehnt sich nach Strahlungswärme, die einem wieder fit macht.
Gerüstet für die Zukunft
Wohngebäude haben eine prognostizierte Lebensdauer zwischen 75 und 100 Jahren. Damit Sie und die zukünftigen Bewohner nicht auf Wohlfühl-Bereiche verzichten müssen, muss jedes Wohnhaus zumindest mit Wärmeinseln (Kaminofen, Wandheizflächen, Fußbodenheizung, etc.) ausgestattet werden. Auch sogenannte Passivhäuser müssen mit zumindest einem Kamin gebaut werden, damit jederzeit, auch wenn es erst in 10 oder 20 Jahren ist, ein individueller Kamin- oder Kachelofen installiert werden kann. Die Sonne schickt uns keine Rechnung. Ein solarfähiges Dach und ein freier Installationskanal im Kamin helfen Dir sparen und begünstigen die Solaranlageninstallation, auch wenn diese eventuell erst später erfolgt. Sehr gute Wärmedämmung der Gebäudeaußenhülle (Fassade, oberste Geschoßdecke, Kellerdecke, Fenster und Außentüren) senkt den Heizenergiebedarf und ist heute ein Muss! Bei der Wahl der Dämmstoffe bzw. des Wärme-Dämm-Verbund-Systems muss auch die Entsorgung oder mögliche Wiederverwertung am Ende des Lebenszyklus berücksichtigt werden. Eine möglichst luftdichte Außenhülle (Außenwände, Fenster, oberste Geschoßdecke, Kellerdecke), damit wenig Energie über ungewollte Zuglüftung verloren geht, ist ebenfalls Baustandard. Bei Energiesparhäusern wird die Luftdichtheit mit dem sogenannten blower-door-Test am Ende der Bauphase überprüft. Selbstverständlich muss bei jedem Haus regelmäßig ausgiebig gelüftet werden – entweder manuell, d.h. durch den Benutzer mehrmals tägliches kurzes Stoßlüften, oder automatisch über eine Wohnraumlüftungsanlage. Bei Wohnraumlüftungsanlagen ist darauf zu achten, dass eine Wärmerückgewinnung integriert sein soll, damit die Wärme der Abluft (ginge ohne Wärmerückgewinnung verloren), zur Erwärmung der Zuluft genutzt wird.
Erneuerbare Energie unverzichtbar
Wer sich für die Zukunft entscheidet, kann nur auf erneuerbare Energie setzen. Der Nutzung der nachwachsenden Biomasse, der Solarenergie, der Wasser- oder Wind-Kraft, von Biogas oder Geothermie, etc. alle diese Nutzungsformen sind unerschöpflich und schonen unser Ökosystem. Die Nutzung von Strom für triviale Heizzwecke oder für die Warmwasserbereitung, egal ob als Stromdirektheizung oder indirekt mittels Wärmepumpe, ist ökologisch nur dann vertretbar, wenn der benötigte Strom aus Ökostromanlagen kommt und somit absolut frei von atomarem und kalorischem Stromanteil ist.
Energieautarkie – der Weg zur Unabhängigkeit
Angebot und Nachfrage regeln den Preis – Oftmals aber bestimmen Spekulationen den Energiepreis! Wer sich davon abkoppeln und verstärkt auf Unabhängigkeit setzen will, hat viele Möglichkeiten. Das Haushaltskraftwerk, sprich die eigene Photovoltaik-Anlage, erlaubt die Nutzung brach liegender Dach- oder Fassadenflächen und auf überschaubarer Fläche kann der eigene Strombedarf gedeckt werden. In Kombination mit Elektro-Mobilität erreicht man damit auch die Unabhängigkeit im Nah-Verkehr. Solarthermische Anlagen bringen mehr Unabhängigkeit. Im Sommer kann der Warmwasserbedarf, je nach Wettersituation, größten teils oder vollständig gedeckt werden. Im Winter ist die Sonneneinstrahlung wesentlich geringer, hier reicht sie für die Warmwasserbereitung nicht. Wer über eigenes Holz verfügt, kann mittels Scheitholz-Vergaserkessel oder vollautomatischer Hackgutheizungsanlage, oder Zimmer- und Küchenherde, Unabhängigkeit und eigene Wertschöpfung erzielen. Wird eine Wärmepumpenanlage und eine Photovoltaik-Anlage installiert, dann kann die PV-Anlage bei ausreichender Dimensionierung zumindest soviel Strom produzieren wie die Wärmepumpe für die Beheizung und/oder Warmwasserbereitung benötigt. Wärmepumpe mit Ökostrom – eine gute Lösung!